Titel: Marketing-Mix-Audit: Abweichungen untersuchen, nicht Noten verteilen.

Titel:

Marketing-Mix-Audit: Abweichungen untersuchen, nicht Noten verteilen. SEO-Titel: Marketing-Mix-Audit: reproduzierbares Raster und Methode. Beschreibung: Nicht kompensatorische Auditmethode für den Marketing-Mix mit Evidenzstufen, Sperrschwellen, Rechenbeispiel und CSV-Raster.

Antwort:

Ein nützliches Audit überführt jeden Befund in eine überprüfbare Kette: geprüfte Entscheidung, verwendete Evidenz, gemessene Abweichung, wirtschaftliches Risiko und zulässige Maßnahme. Der Gesamtscore bleibt nachrangig: Sehr gute Kommunikation gleicht weder negative Marge noch chronische Nichtverfügbarkeit oder nicht identifizierbare Messung aus.

Entscheidung:

Bestimmen, welche Abweichungen sofortige Korrektur, weitere Untersuchung oder nur Beobachtung erfordern, ohne dass Durchschnittswerte ein Sperrrisiko verdecken.

Grundsätze:

Nachvollziehbare Befunde nennen Quelle, Zeitraum, Definition und Rechenregel. Behauptet, beobachtet, verglichen und kausal sind nicht austauschbar. Compliance, Lieferfähigkeit, Stückdeckungsbeitrag und Mindestdatenqualität sind Tore, keine Punkte im Durchschnitt.

Methode:

Aktive Entscheidungen erfassen; die Schnittstellen Produkt–Preis, Preis–Kanal, Kanal–Service, Botschaft–Evidenz und Budget–Kapazität prüfen; jeden Befund nach Quelle, Aktualität, Vergleichbarkeit, Identifikation und Unsicherheit qualifizieren; nach potenziellem Effekt, Wahrscheinlichkeit, Prüfkosten und Reversibilität priorisieren.

Rechenbeispiel:

Ein Angebot erreicht 90 bei Attraktivität, 82 bei Kommunikation, 78 bei Vertrieb, 74 bei Datenqualität und 56 beim Deckungsbeitrag: gewichteter Durchschnitt 76. Die Beitragsgrenze liegt bei 65 und ist nicht kompensierbar. Nach Rabatten und Servicekosten beträgt die Marge −3,20 € in einem Kanal mit 38 % der Verkäufe. Das Ergebnis ist Rot für Preis–Kanal, Akquisitionsstopp im defizitären Umfang und Rabattanalyse vor einer Wachstumsempfehlung.

Grenzen:

Ein Audit lokalisiert und priorisiert, beweist aber nicht automatisch eine Ursache. Schwellen müssen zur Ökonomie und zum Risiko passen. Ein zu langes Raster erzeugt Vollständigkeitsillusionen und schwächt kritische Prüfungen.