Titel: Preistest: ein Experiment dimensionieren, das entscheiden kann.
Titel:
Preistest: ein Experiment dimensionieren, das entscheiden kann. SEO-Titel: Preistest: Power, Stichprobengröße und Entscheidungsregel. Beschreibung: Einen Preistest mit wirtschaftlicher Schwelle, Power, Stichprobengröße, Deckungsbeitrag je Besucher und Abbruchbedingungen konzipieren.
Antwort:
Ein Preistest darf nicht nur einen Konversionsunterschied erkennen. Er muss eine Veränderung unterscheiden, die groß genug ist, um den Deckungsbeitrag zu verändern. Der Preis beeinflusst zugleich Marge, Auswahl, Warenkorb, Stornierung, Mix und mitunter die langfristige Wahrnehmung. Der Versuchsplan beginnt deshalb mit der wirtschaftlichen Schwelle, berechnet die notwendige Stichprobe und legt die Entscheidungsregel vor den Ergebnissen fest.
Entscheidung:
Einen Preistest nur durchführen und interpretieren, wenn seine Power den wirtschaftlich akzeptablen Konversionsverlust abdeckt und die Exposition die Gruppen nicht kontaminiert.
Grundsätze:
Ein neuer Preis kann Konversion verlieren und trotzdem den Deckungsbeitrag erhöhen. Die minimal akzeptable Rate ist der aktuelle Deckungsbeitrag je Besucher geteilt durch die Kandidatenmarge. Nach Kunde, Konto, Gebiet oder Geschäft zuweisen, abhängig vom Risiko mehrfacher Preiswahrnehmung; eine Zuweisung nach Sitzung ermöglicht Vergleiche und Gruppenwechsel. Die Dauer folgt aus benötigten Einheiten, berechtigtem Traffic und Entscheidungszyklus. Abzubrechen, sobald ein Ergebnis günstig wirkt, erhöht falsch-positive Befunde.
Methode:
Aktuellen Deckungsbeitrag je Besucher und Kandidaten-Stückmarge berechnen; ihr Verhältnis ergibt die Konversion, die den kurzfristigen Wert erhält. Den kleinsten entscheidungsrelevanten Effekt festlegen und Alpha-/Beta-Risiken sowie mögliche Mehrfachtestkorrektur definieren. Gruppengröße berechnen, Ausschlüsse vorab festlegen und Preis, Aktion, Sortiment und Kommunikation stabil halten. Konversion, Marge, Deckungsbeitrag je Besucher, Mix, Stornierung und Intervall berichten: Nicht-Signifikanz ist kein Beweis für Gleichwertigkeit.
Rechenbeispiel — ungefähr 7.360 Besucher je Gruppe, um 1,5 Punkte zu erkennen.
Die Ausgangskonversion beträgt 12 %. Der Test zielt auf 1,5 Punkte Unterschied, zweiseitiges Risiko von 5 % und 80 % Power. Die Marge steigt von 30 € auf 36 €. Näherung: n = 2 × (1,96 + 0,84)² × 0,12 × 0,88 ÷ 0,015² = 7.359 je Gruppe. Die wirtschaftliche Konversionsschwelle lautet 12 % × 30 ÷ 36 = 10 %. Der Test erkennt einen Rückgang von 1,5 Punkten, unterhalb des maximalen Rückgangs von 2 Punkten. Er benötigt etwa 14.720 berechtigte Besucher außerhalb vorab definierter Ausschlüsse.
Entscheidungsregeln:
Die wirtschaftliche Konversionsschwelle wird vor dem Test berechnet. Die Zuweisungseinheit verhindert, dass ein Kunde mehrere Preise sieht. Größe, Dauer, Ausschlüsse und Abbruchregel werden vorab registriert. Die Entscheidung beruht auf Deckungsbeitrag und Intervall, nicht allein auf Konversion.
Grenzen:
Ein kurzer Test misst Wiederkauf-, Reputations- und Verlängerungseffekte schlecht. Kunden können Preise zwischen Gruppen teilen und ihr Verhalten ändern. Für komplexe Kennzahlen muss die Näherung durch Simulation ersetzt werden.
